Das Sonntagsrätsel Nr. 3

Das Sonntagsrätsel Nr. 3

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Und somit willkommen zum mittlerweile dritten Sonntagsrätsel. Diesmal geht es, wie kann es anders sein, um die letzte Premiere der Saison, um Salvatore Sciarrinos Kammeroper »Luci mie traditrici« (»Meine verräterischen Augen«).

Zu gewinnen gibt es zwei Tickets für die Premiere von Salvatore Sciarrinos »Luci mie traditrici« am 10. Juli 2016, bei der man dem Fürsten Don Carlo Gesualdo da Venosa in Gestalt des Grafen Malaspina begegnen kann – und auch jenem namenlosen »Ospite«, der eigentlich den Namen tragen müsste, den es hier zu erraten gilt. Schickt uns einfach bis zum 7. Juli um 20 Uhr eine Mail mit dem richtigen Lösungswort an social@staatsoper-berlin.de oder postet es hier als Kommentar!

Die Story von »Luci mie traditrici« basiert auf einer wahren Begebenheit, auf einer grausigen zudem. Wenn schon allabendlich das TV-Programm mit Krimis jeglicher Art quasi überschwemmt wird, dann darf die Oper sich zuweilen auch einmal in diese Gefilde hinein bewegen. Denn ein Kapitalverbrechen war es schon, das sich im Herbst des Jahres 1590 zu Neapel ereignete, als Don Carlo Gesualdo da Venosa seine angetraute Gattin, die schöne Maria d’Avalos und deren Liebhaber, den Herzog von Andria, auf brutale Weise ermordete, nachdem er sie zuvor in flagranti ertappt hatte. Aus Gesualdo, immerhin einem regierenden Fürsten, wurde später ein bedeutender Komponist, dessen außergewöhnliche Vokalmusik – vornehmlich Madrigale und Motetten – auch heute noch bewundert wird. Seine Biographie, gerade im Blick auf das Skandalon des Doppelmordes (für den er gerichtlich im Übrigen, gemäß des damals gültigen Ehrenkodex für den hohen Adel, nicht belangt wurde), ist zum Thema von Romanen, Theaterstücken und Opern geworden, unter anderem eben auch von »Luci mie traditrici«, bei der indes nicht die historischen Gestalten auftreten, sondern Protagonisten mit Phantasienamen oder Bezeichnungen wie »L’ospite« (Der Gast) und »Un servo« (Ein Diener) – der so schillernde komponierende Fürst schillert im Grunde aber immer durch. Unser Rätsel bezieht sich jedoch nicht auf Don Gesualdo, den Täter, sondern auf das Opfer, den getöteten Herzog, der – soviel sei verraten – mit Vornamen Fabrizio hieß. Wie lautet aber sein Nachname? Er besteht aus sechs Buchstaben, die sich zu unserem Lösungswort summieren. Sechs Fragen möge man sich hierzu widmen, dann winken wieder attraktive Preise.

1. Aus der Stadt, in der sich der besagte Mord ereignete, stammt der wohl berühmteste Tenor des frühen 20. Jahrhunderts, der sowohl auf der Opernbühne als auch mit Grammophonaufnahmen zu Ehren kam. Der erste Buchstabe seines Nachnamens entspricht dem ersten Buchstaben des gesuchten Wortes.

2. Neben Sciarrino hat noch ein anderer Avantgarde-Komponist eine Gesualdo-Oper geschrieben. Der erste Buchstabe des Vornamens dieses renommierten wolgadeutschen Künstlers ist zugleich der zweite Buchstabe der Lösung.

3. Mit einem Stück aus seinem 1611 veröffentlichten Sechsten Madrigalbuch hat Gesualdo in Geschichte und Gegenwart für Furore gesorgt. Es beginnt mit einer Akkordkombination, die auch heute noch ungewöhnlich kühn anmutet. Der dritte Buchstabe des Titels dieses berühmten Madrigals ist deckungsgleich mit dem dritten Buchstaben unseres Lösungswortes.

4. Der offenbar erste Dichter, der den »Fall Gesualdo« literarisch verarbeitete, ist zugleich einer der bekanntesten Poeten seines Zeitalters. Der Autor von »Rime in morte di Donna Maria« trägt einen (Nach)Namen, dessen zweiter Buchstabe der vierte ist, den wir für unsere Zwecke benötigen.

5. Wesentliche musikalische Anregungen erfuhr Gesualdo in einer Stadt in der Emilia Romagna, die seinerzeit als Zentrum der Kunstmusik galt. Berühmt geworden ist vor allem das »Concerto delle donne«, ein Gesangsensemble, das weite Ausstrahlungskraft besaß. Der Anfangsbuchstabe dieser Stadt bildet den fünften Buchstaben des gesuchten Wortes.

6. Drei Jahre nach seiner Mordtat heiratete Gesualdo erneut, diesmal eine Adelige aus dem Hause Este. Der letzte Buchstabe des Vornamens dieser Frau komplettiert unser Lösungswort.

Viel Spaß beim Rätseln und viel Glück!

2 Kommentare

  • Stefan Treddel
    schrieb am 03.07.2016 um 10:39 Uhr.

    Ja, ich will! Carafa ist die richtige Antwort!

  • Joel Defrance
    schrieb am 06.07.2016 um 10:40 Uhr.

    CARAFA ist die Antwort :)

Neuer Kommentar

Verfasse jetzt einen Kommentar. Neue Kommentare werden von uns moderiert. Hier finden Sie Informationen zum Datenschutz für das Verfassen von Kommentaren.




Fotos die auf Instagram mit #staatsoperberlin getagged wurden.