Die Staatskapelle Berlin in Bildern

Hinter den Kulissen

Mitte 2012 ist Fotograf Jonas Unger Daniel Barenboim das erste Mal persönlich begegnet –  für das SZ Magazin begleitete er den Maestro über mehrere Monate in der ganzen Welt für eine große Reportage. Für diese Serie wurde Unger 2013 mit dem Hansel-Mieth-Preis ausgezeichnet. Für uns hat er die Staatskapelle Berlin im Sommer 2014 im Schiller Theater, in der Philharmonie Berlin und bei ihrer Konzertreise in Paris fotografiert.

 

Fünf Fragen an Jonas Unger

Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Ich war schon zu Schulzeiten kunstbegeistert und wollte freie Kunst studieren. Durch einen Freund wurde ich auf die Fotografie aufmerksam, womit ich mich bis dahin nur wenig auseinandergesetzt hatte und war begeistert von dem Medium.

Gibt es Fotografen, die dich inspirieren oder beeinflusst haben? Gibt es andere Einflüsse, die dich besonders inspirieren?
Mich inspiriert das Zusammentreffen mit Menschen. In meinem Beruf treffe ich Leute aus den verschiedensten Milieus, ich kann eigentlich alles fragen was mich interessiert, mir anhören was sie zu erzählen haben. Ich habe z. B. gerade eine Serie über französische Sterneköche abgeschlossen, da sind mir sehr inspirierende Menschen begegnet. Wie bei einigen wenigen die Küche und das Restaurant mit der Person übereinstimmen, was sie antreibt und das Resultat zu sehen und zu essen – super. Mich inspiriert natürlich auch die Musik, deshalb war ich besonders froh über das Projekt mit der Staatskapelle Berlin. Die Proben zu hören, zu sehen wie engagiert die Musiker sind, die Orte an denen sie auftreten und proben. Auch die Strukturen und Hierarchien solcher Gruppen interessieren mich. Fotografen inspirieren mich nicht im speziellen, aber es gibt natürlich einige, die ich besonders gerne mag!

Du bist ein international renommierter Fotograf – von Mode, Werbung bis Kultur. Was hat dich an der Zusammenarbeit mit der Staatskapelle Berlin interessiert?
Die Staatskapelle Berlin ist ja ein großes Orchester und hinter die Kulissen gucken zu können, ist natürlich sehr interessant für mich. Mich eine Zeit lang so intensiv mit klassischer Musik auseinandersetzen zu können, die Proben, Konzerte und Opernaufführungen mitzuerleben empfinde ich als großes Privileg. Rein visuell sind es außerdem sehr schöne Orte, an denen gespielt wird. Musikinstrumente sind auch extrem fotogen.

Was war die größte Herausforderung an diesem Projekt?
Der Versuch, nicht allzu sichtbar zu sein und doch nah an die Leute heranzukommen, war die Herausforderung und der ständige Begleiter während dieser Aufgabe.

Du hast die Staatskapellen-Serie auf Film fotografiert – warum?
Der Prozess des Fotografierens und Bewertens der Bilder ist bei der analogen Fotografie getrennt, das mag ich besonders. Auch sind die Farben auf Film schöner. Aber ich muss gestehen, dass ich auch einiges digital fotografiert habe.

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