ThrowbackThursday No 35 – aus 450 Jahren Staatskapelle Berlin

Zum 450. Jubiläum der Staatskapelle Berlin, das wir 2020 feiern, gibt es in dieser Serie wöchentlich einen #ThrowbackThursday mit interessanten Fakten und Wissenswertem aus der Geschichte der Staatskapelle Berlin für Euch.
Woche 35: Was tut man für die Kleinsten? Die Gründung des Musikkindergartens 2005

»Bildung durch Musik« – so lautet ein Credo von Daniel Barenboim, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, diesem Leitspruch durch vielfältige Initiativen und Aktivitäten zu folgen. Seit 2005 wird diese Idee täglich verwirklicht, für die Jüngsten unserer Gesellschaft, im Musikkindergarten Berlin. Um musikalische »Wunderkinder« geht es dabei überhaupt nicht, wohl aber um den Gedanken, dass Musik wie selbstverständlich den Tag begleitet, durch gemeinsames Singen etwa, aber auch durch die Beschäftigung mit Klängen vielfältiger Art. Die Musik wird dabei auch als »Türöffner« verstanden, als ein Mittel, durch sie Zugang zu anderen Bildungsinhalten zu erhalten und essentielle mentale Fähigkeiten zu entwickeln.
Mehrere Generationen von Kindern haben inzwischen die Einrichtung durchlaufen, eine Konstante aber war immer der Besuch von Musikerinnen und Musikern der Staatskapelle, regelmäßig einmal pro Woche. Ihre Instrumente haben sie vorgestellt, haben mit den Kindern musiziert, auch Musik gehört und darüber gesprochen, mit immerwährendem Interesse und auf Augenhöhe. Zum zehnjährigen Bestehen haben sie sogar gemeinsam ein mit »Öperchen« betiteltes Stück des Komponisten Dieter Schnebel einstudiert und gespielt. Und mehrfach gab es auch schon große Benefizkonzerte zugunsten des Musikkindergartens, mit Stars der klassischen Musik wie Martha Argerich, Lang Lang, Zubin Mehta und natürlich mit Daniel Barenboim, getragen vom steten Engagement der Staatskapelle. Es ist ein Projekt, das auf Dauer angelegt ist und fortwirkt, mit besonderen pädagogischen Konzepten, die immer wieder neu reflektiert und angepasst werden, um den Drei- bis Sechsjährigen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen – mit dem Bewusstsein, dass es die Musik ist, die unsere Erdenzeit schier unendlich bereichert.

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